Die Elbische
Seefahrtsakademie

Eine wahre Geschichte aus dem wohlhabenden Elbien in sieben Folgen. Über die zunehmend aufgeblasenen und unnützen Strukturen und Prozesse in einer modernen Gesellschaft.

Angeregt durch und orientiert an einer Erzählung von Dr. Myki M. Moto (Die Schwimmakademie aus der fernen Spectachei, abgedruckt in: Sparkasse 1/1982, Seiten 17f).

Es begab sich vor einigen Generationen. In Elbien, einer mächtigen Handelsmetropole, hoch im kühlen Norden. Dort beruht der Wohlstand seit jeher bekanntlich nicht unmaßgeblich auf der maritimen Wirtschaft. Deshalb wurde mit Weitblick eine Akademie für Seefahrt gegründet.

Denn maßgebende politische Kreise in der Stadt versprachen sich davon eine Förderung und wissenschaftliche Erhellung der Grundlagen der Seefahrt. Die ersten Professoren waren dann auch Kapitäne lokaler Reedereien im Ruhestand. Denn diese hatten sich durch ihre Erfahrung auf hoher See beim Bildungssenator der Stadt einen guten Ruf erworben.

Und so machten sich die ersten Professoren alsbald mit großem Eifer an die Arbeit und brachten es schnell zu beachtlichen wissenschaftlichen Leistungen. Aus dieser Zeit stammten auch die richtungsweisenden Arbeiten über die statische und die dynamische Segeltheorie, die sogar in mehrere Sprachen übersetzt worden waren.

Einige der ersten Professoren nahmen auch hin und wieder die Mühe auf sich, ihre neuen theoretischen Ansätze mit kleinen Segelbooten auf einem in der Stadt gelegenen Binnengewässer selbst auszuprobieren. Allerdings wurde die Zeit ob der intensiven Forschungsarbeiten immer knapper.

Überdies schien es den Professoren auch nicht so vordringlich, ihre theoretischen Ansätze in der Praxis auch auszuprobieren. Sie waren ja bekannt dafür, in ihrer aktiven Zeit auf den Handelsschiffen ihren Lehrlingen das Segeln erfolgreich beigebracht zu haben. Dies war bekanntlich einer der entscheidenden Faktoren für den außerordentlichen Erfolg der Elbischen Handelsflotte auf den Weltmeeren.

Und demnächst geht’s weiter mit der 2. Folge:
Theorie reicht völlig

 

Ach übrigens: Über die von mir gegründete Stiftung MutterBoden fördere ich Schülerprojekte an Schulen in sozial schwierigem Umfeld. Weil Bildung nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen sollte.

Theorie reicht
völlig

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